Röslehansel

Die Wolfacher Narrenfigur: der Röslehansel, wurde im Jahr 1962 erweckt. Der Erznarr Josef Krausbeck hatte die Idee, den Röslehansel auf die Straßen der Narrenstadt Wolfach zu bringen.
Mit acht Gründungsmitgliedern, die Krausbeck durch die KJG schnell gewann, verschaffte er der ca. 240 Jahre alten Larve die Erweckung als neue Fasnetsfigur. Die historische Maske diente als Vorbild für die Neugestaltung der Narrenfigur, die dann erstmals 1963 wieder öffentlich auftrat. Die Originalmaske trägt auf der Stirn eine Rosenbemalung. Aus diesem Grund trägt er auf seinem Häß ca. 200 schellenbesetzte Rosen. Das Häß wird durch den ebenfalls schellenbesetzten Spitzhut und durch die Strohschuhe komplettiert.

Die Gründer Franz Hauer, Armin Kaspar, Herbert Kniesel, Hans Gutmann, Rolf Kleinbub, Reinhold Stegerer, Bruno Armbruster und Reiner Schamm zeigten sich ausschließlich im roten Rösle.
Erst im Januar 1975 ließen sich Charlotte Endres und die Schwestern Liesel und Renate Mantel nicht nehmen das schwarze Rösle mit Hilfe von „Beppi“ Krausbeck entstehen zu lassen. Sie wurden damals von dem damaligen Narrenvater Erich Steinhauser am Zunftabend vorgestellt.
Zu dieser Zeit zählte die Freie Narrenzunft Wolfach gerade mal um die 250 Hansel als Schellenhansel, Nussschalen, Mehlwürmer, Röslehansel und Maskenträger der Rungunkeln.
Stand heute zählen die Röslehansel schon über 500 registrierte rote und schwarze Rösle.

Mit der Konfettispritze, welche ursprünglich eine Wasserspritze war, haben die Gründer etwas ganz Besonderes geschaffen. Während Herbert Kniesel von seinem Vater, dem damaligen Stadtbaumeister, die Außen und Innenrohre besorgte, wurde bei Franz Schamm auf der Insel in der Moste die Holzteile gedreht. In der Werkstatt von Rolf Kleinbubs Vater wurden die mechanischen Teile produziert.
Für das Fertigen der Konfettiladung wurde eigens eine Nähmaschine umgebaut und mit einer Konfettistanze versehen. Reiner Schamm entwickelte sogar ein Jahr später eine Exzenderpresse mit Motor für die Produktion.
Als „Konfettiakkordarbeiter“ wurde Franz Hauer in den Wintermonaten verpflichtet. Er verarbeitete Versandhaus- Kataloge, da er als Mann vom Bau Schlechtwetter abzufeiern hatte.

Eine Nähanleitung für den Röslehansel findet ihr hier >